Piloten trotzen dem Badesee-Wetter

Auch wenn das Wetter am zurückliegenden Wochenende mehr zum Verweilen am Badesee als auf dem Segelflugplatz einlud, waren doch einige Piloten des Aero-Club Nastätten unterwegs, um für die Segelflug-Bundesliga zu punkten.


Martin Fuhr und Copilot Torsten Besser flogen in der Hoffnung auf gute Thermik im Doppelsitzer in Richtung Eifel. Unter einzelnen Wolken in der Nähe des Nürburgrings konnten sie bis auf 2100 Meter steigen. Da die Lufttemperatur mit ungefähr einem Grad Celsius alle 100 Meter abnimmt sorgte dies für eine willkommene Abkühlung. In dem Wertungsfenster von zweieinhalb Stunden flogen sie knapp über 200 Kilometer.


Der Wiesbadener Jens-Christian Henke hatte auch auf eine solche Abkühlung gehofft, als er am frühen Nachmittag mit seinem Motorsegler startete. Da die Thermik am Hunsrück aber sehr schwierig zu finden war, fand er sich oft in nur geringer Höhe über den bewaldeten Kämmen wieder. Trotzdem konnte er 175 Kilometer im Wertungszeitraum fliegen.

die ersten Wolken sind erreicht(Foto Torsten Besser)Anabel und Sascha vor dem Start (Foto Sascha Stüber)
Fluglehrer Sascha Stüber konnte mit Flugschülerin Anabel Schmidt ebenfalls einen Flug abliefern. Sie starteten im Rahmen eines Trainingslagers auf dem Fluggelände in Bad Sobernheim. Ihr Flugweg führte sie an Idar-Oberstein vorbei das Nahetal hinauf. Auch sie waren oft tief und mussten sich dabei sehr konzentrieren. In 200 Metern über Grund waren sie mehrmals kurz davor, den eingebauten Hilfsmotor zu benutzen, konnten aber noch einen Aufwind finden.

Die große Hitze führte dazu, dass nur wenige Piloten deutschlandweit unterwegs waren. Der Aero-Club konnte mit den drei Flügen den 11. Rang erreichen. In der Gesamttabelle steht weiterhin der 15. Platz zu Buche, der Abstand auf die Absteiger-Plätze 23 bis 30 wächst aber an.

Text: Moritz Althaus