Zwei Flüge knapp oberhalb der Mindestwertung

Zwei Flüge knapp oberhalb der Mindestwertung sind leider nur einen Trostpunkt wert

Segelfliegen   Zwei Drittel der 19 Runden in der ersten Segelflugbundesliga sind nun ausgeflogen und der Aero Club Nastätten liegt auf einem guten 13. Tabellenplatz fest im Mittelfeld. Die Wetterlage war deutlich herausfordernder als erwartet. Drei Piloten starteten zu einem Bundesligaflug. Doch leider übersprangen nur zwei Flüge die Mindestwertungsgeschwindigkeit von 40 km/h. Am Ende blieb es bei einem hart erkämpften Trostpunkt.

Der Taunussteiner Jochen Back und der Wiesbadener Jens-Christian Henke schafften es, im 2,5-stündigen Bundesligazeitfenster ohne Höhenverlust um die 130 km zu fliegen. Back wählte gleich nach dem Start einen nordwestlichen Kurs und lag mit seiner Wettereinschätzung richtig.

Henke studierte vor dem Start das aktuelle Satellitenbild, das Sonnenschein zwischen Idar Oberstein und Dillingen und somit gute Aufwinde versprach. Es gelang ihm jedoch nicht, der grauen Wolkenschicht zu entfliehen. Zweimal musste er den Propellerturm aus dem Rumpf hinter den Flügeln ausfahren und das Triebwerk starten, um eine Ackerlandung zu vermeiden. Zwischen Koblenz und Mendig konnte er dann doch noch punkten. Spannend wurde sein Rückflug in den 15 km-Zielkreis für die Bundesliga-Wertung. Erst nach fünf Minuten Kreisen mit geringem Höhengewinn entwickelte sich der Heimflug-Aufwind, der ihn bis auf 1.400 m über dem Meeresspiegel trug.

Vor der 14. Bundesligarunde liegt die zweite Woche des ACN Sommerfluglagers. Mangels guter Aufwinde steht in dieser Woche die Ausbildung der Flugschüler im Vordergrund.

 

Knapp über 200 m über Grund muss der Motor gezündet werden. Im kleinen Rückspiegel sieht man den Propeller. Unweit des Flugplatzes Koblenz fand sich der Aufwind für den Heimflug.

 

Text und Fotos: Jens-Christian Henke