Runde 15

Der ACN ganz vorne dabei

Flugspuren am Samstag 28.7.2012: Es wurde kein einziger Flug in der 1. Segelflugbundesliga eingereicht Flugspuren am Sonntag 29.7.2012: Mäßige bis gute Bedingungen im Westen Deutschlands Oldtimer Geier IIB (Baujahr 1961) über dem Flugplatz Nastätten
Satellitenbild am Samstag 28.7.2012 um 14:00 MESZ Satellitenbild am Sonntag 29.7.2012 um 14:00 MESZ  

Photos: Jens-Christian Henke; www.onlinecontest.org; Deutscher Wetter Dienst (DWD)

Die Nastätter Erstligisten sind auch in der Tabelle auf dem Weg nach oben

Der Segelflugverein des Blauen Ländchens nutzte das durchwachsene Sonntagswetter optimal aus, so dass durch eine "Silbermedaille" in der 15. Bundesligarunde das Punktekonto um ausgezeichnete 19 Punkte aufgestockt werden konnte. In der Tabelle verbessert sich der Verein um zwei Zähler auf Platz 13.

Das Wetter am Samstag war wieder einmal sehr schlecht. In der gesamten Bundesrepublik wurde kein einziger Flug in der 1. Segelflugbundesliga eingereicht. Die Piloten des ACN hatten also ausreichend Zeit, ihre Segler für den nächsten Flug vorzubereiten. Der Sonntag brachte dem Westen Deutschlands auf der Rückseite des Regengebiets mäßige bis gute Segelflugbedingungen, so dass immerhin sieben ACN-Piloten die Mindestrundengeschwindigkeit von 40 km/h übertreffen konnten.

Mit 99,1 km/h Rundengeschwindigkeit lieferten die Brüder Jochen und Holger Back auf dem Vereinsdoppelsitzer Duo Discus "Yankee Delta" den schnellsten Flug im Verein ab. Sie flogen von Nastätten aus an die belgische Grenze. Von dort steuerte der Taunussteiner mit dem Rückenwindturbo zur zweiten Wende nördlich von Wetzlar, bevor er den Heimflug antrat.

Das Team in der ASH25Mi "Delta", Martin Fuhr (Taunusstein) mit Co-Pilot Norbert Richnow, wählte einen etwas nördlicheren Weg, der sie ebenfalls an die belgische Grenze führte. Ihre zweite Wende lag deutlich weiter östlich als die der "Yankee Delta" bei Alsfeld. Ihre Rundengeschwindigkeit betrug 88,7 km/h.

Der Wiesbadener Harald Emrich wählte mit seiner LS8t "November Drei" einen anderen Kurs: Er führte einen Zielrückkehrflug über Soonwald und Hunsrück bis nach Saarlouis durch. Seine Wertungsgeschwindigkeit betrug dabei 80,0 km/h.

Für die nächste Runde steht wieder ein "Joker" zur Verfügung: Segelflugreferent Peter Fabian aus Taunusstein nimmt an der Qualifikationsmeisterschaft für die Deutschen Meisterschaften in der Offenen Klasse in Roitzschjora bei Leipzig teil.

In der vergangenen Woche waren zwei leuchtend gelbe Oldtimer-Segelflugzeuge über Nastätten zu sehen. Die britische Slingsby Skylark 2b und der deutsche Geier IIB sind beide älter als 50 Jahre und in einem sehr guten Zustand, so dass sie noch viele Jahre in der Luft zu sehen sein werden.

Text: Jens-Christian Henke