Runde 9

Aero-Club Nastätten behauptet sich im Mittelfeld der Segelflug-Bundesliga

In Runde 9 der Segelflugbundesliga meinte es das Wetter nicht gut mit dem blauen Ländchen. Die für die Aufwinde der Segelflieger so dringend benötigte Sonne zeigte sich leider nur selten und der auffrischende Südwestwind machte es den Piloten nicht einfacher, denn entgegen der weit verbreiteten Meinung wird nicht der Wind, sondern die Sonneneinstrahlung gebraucht, um stundenlang ohne Antrieb fliegen zu können.

Jens-Christian Henke schaffte es dennoch ein kurzes Wetterfenster zu erwischen, dass es ihm ermöglichte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 105 km/h über dem heimischen Gebiet rund um Taunus und Hunsrück unterwegs zu sein.
Ergänzt wird die Wertung durch das im Doppelsitzer gestartete Team Peter Fabian und Alfred Perlich. Sie konnten auf einem Vereinsdoppelsitzer, mit dem sie an einem Trainingslager nahe dem bayrischen Wald teilnahmen, eine Geschwindigkeit von 98 km/h erzielen, bevor sie die Rückreise nach Nastätten antraten.
Am schnellsten war mit 127 km/h allerdings Holger Back für den Aero-Club unterwegs. Ebenfalls auswärts gestartet flog er vom bayrischen Paterzell, leicht nördlich der Alpen gelegen, Richtung Westen entlang des Bodensees, bevor ihn seine Route über Schwarzwald und schwäbische Alb zurück nach Paterzell führte.

Diese Runde konnte der Aero-Club auf Platz 14 abschließen. In der Gesamtwertung ist man, trotz aller Bemühungen, leider auf Platz 19 abgerutscht.

Im Rahmen des derzeit stattfindenden Sommerlagers konnten bereits einige Ausbildungserfolge erzielt werden, darunter auch zwei erste Alleinflüge von jugendlichen Flugschülern. Diese dürfen bereits ab 14 Jahren ein Segelflugzeug, unter Aufsicht eines Fluglehrers, alleine fliegen. Für den sportlichen Nachwuchs ist also, dank vieler ehrenamtlicher Fluglehrer, gesorgt!

 

 

Bild 1: Der Bodensee in Sicht, Foto Holger Back
Bild 2: Durchwachsenes Wetter im Hunsrück, Foto Jens-Christian Henke
Bild 3: Erster Alleinflug von Felix Ries, Foto Carolin Fuhr